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Schiffe - Bulker
Technik, Verkehr u. Schiffstypen

 

Artikel Massengutfrachter. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. November 2007, 20:43 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Massengutfrachter&oldid=38981362 (Abgerufen: 7. Dezember 2007, 03:56 UTC)


ALAM SENTOSA ALAM SENTOSA Massengutfrachter (auch Bulker, Bulkcarrier oder Schüttgutfrachter genannt) sind Schiffe, die zum Transport von losen Massengütern verwendet werden. Werden feste Massengüter transportiert wie bspw. Erz, Kohle, Bauxit, Phosphat, Zement oder Getreide, spricht man von Schüttgutfrachtern. Massengutfrachter übernehmen etwa ein Drittel des weltweiten Seetransports.

Flüssige Massengüter hingegen wie Rohöl, Chemikalien und flüssige Lebensmittel werden von Tankern transportiert.

Die ersten Massengutfrachter im heutigen Sinn waren Segelschiffe, welche vom 17. Jahrhundert an, zum Kohletransport von Newcastle, Nordostengland, nach London eingesetzt wurden. In den 1840ern wurden auf dieser Route zum ersten Mal Dampfschiffe eingesetzt. Um 1910 wurde noch in großem Umfang bei der "Salpeterfahrt" nach Chile mit Segelschiffen Kohle von Europa nach Südamerika und von dort Salpeter zurück nach Deutschland gefahren. Bekannte deutsche Segelfrachter waren hier das Fünfmast-Vollschiff Preußen, die Fünf- bzw. Viermastbarken Potosí, Pamir, Passat, Peking und andere.

Die Konstruktion moderner Massengutfrachtern richtet sich in erster Linie danach, das Schiff möglichst preiswert und einfach zu bauen. Da Massengutfracht unter Bewegung instabil werden kann, besteht die Gefahr verrutschender Ladung. Dies kann zur Schräglage des Schiffes bis hin zum Kentern führen. Aus diesem Grund werden Massengutfrachten sorgfältig gestaut. Die Laderäume sind so konstruiert, dass ein Verrutschen weitgehend verhindert wird, und mittels hoch gelegener Ballasttanks, sogenannter Wingtanks, ein krängendes Moment ausgeglichen werden kann. Es gibt reine Massengutfrachter und auch kombinierte OBC- (Ore-Bulk-Container) und OBO- (Ore-Bulk-Oil) Schiffe, die neben/anstatt des Schüttgutes auch Container oder Öl laden können.

Massengutfrachter

bei http://www.bulkcarrier.de/

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Massengutfrachter haben im Durchschnitt acht bis zehn große Laderäume mit einem Fassungsvermögen pro Laderaum von ca. 10.000 t. Zur Verbesserung des Seeverhaltens hat man teilweise kleine Hochräume als Ladungsräume eingebaut, die immer zwischen zwei normalen Laderäumen liegen. Sie liegen in der Längstmitte des Schiffes und heben bei schwerer Ladung den Schwerpunkt, machen so das Schiff in den Rollbewegungen weicher. Diese kleinen Laderäume in Oberdeckhöhe fassen die Hälfte der schweren Erzladung. Bei normaler leichter Ladung werden diese Räume ebenfalls voll beladen.

Massengutfrachter haben keine eigene Möglichkeit zum Beladen oder Löschen der Ladung. Sie sind immer auf Lade- und Löscheinrichtungen im Hafen angewiesen. Aber - eine eigene Überwachung des Ladevorganges ist unbedingt notwendig, da zu schnell, bei falscher Beladung, das Schiff durchbiegt und auseinanderbrechen kann. Deshalb wird ein Ladecomputer vor jedem Ladevorgang programmiert und mit ihm die Ladung überwacht. Wie auch der Löschvorgang.

Bei Leerfahrt wird das Schiff durch Ballastwasser zumindest so tief gehalten, dass der Propeller nicht leer dreht und das Schiff seesicher ist und auf ebenem Kiel liegt. Ballasttanks sind die schon erwähnten Hochladeräume, Seitentanks, die bis unter das Oberdeck reichen und Doppelbodentanks. Zusätzlich müssen fast immer bei Leerfahrt, zwei oder drei normale Laderäume mit Wasser aufgefüllt werden.

(JFlex Images v1.0 ©Ute Jacobi)
 
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