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Britischer Frachter blockierte den Kanal

Frank Behling, KN 09.10.2008 

FINNMASTER blockiert Kanal FINNMASTER blockiert Kanal Fischerhütte - Die Havarie der britischen RoRo-Fähre „Finnmaster" hat in der Nacht zu gestern auf dem Nord-Ostsee-Kanal zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Um 21.18 Uhr war der 162 Meter lange und 20,6 Meter breite Frachter nach Mitteilung der Wasserschutzpolizei in der Ausweichstelle Fischerhütte bei Kanalkilometer 34 mit einem Ausfall der Maschinenanlage liegen geblieben. Im Bereich eines Lagers der Kurbelwelle war die Betriebstemperatur so weit gestiegen, dass die MAN-Hauptmaschine abgestellt werden musste. Die Besatzung des manövrierunfähigen Schiffes leitete ein Notankermanöver ein und konnte so eine Kollision mit anderen Schiffen sowie der Böschung vermeiden.

Foto Frank Behling 
Die 162 Meter lange Frachtfähre „Finnmaster" blieb mit Maschinenschaden im Kanal liegen und musste von Schleppern nach Kiel zum Notliegeplatz im Nordhafen gezogen werden.

Der 11530 BRZ große Frachter lag fast zwei Stunden im Fahrwasser, bis zwei Bugsier-Schlepper aus Brunsbüttel vor Ort eintrafen. Die Schlepper „Bugsier 17" und „Bugsier 14" zogen den Frachter zunächst bis Rendsburg. Dort löste dann der aus Kiel alarmierte Schlepper „Holtenau" in der Weiche Rade die „Bugsier 14" ab, die in Brunsbüttel benötigt wurde.

Die „Holtenau" und „Bugsier 17" zogen die „Finnmaster" gestern Morgen weiter nach Kiel. An dem für solche Fälle bereitgehaltenen Notliegeplatz im Nordhafen machte das unter britischer Flagge fahrende Schiff gegen 10 Uhr fest. Die Schleppreise des Schiffes erfolgte angesichts der Größe nur mit einer Geschwindigkeit von sieben Kilometern pro Stunde. Dies führte zu erheblichen Behinderungen und Staus bei der übrigen Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Nach dem Festmachen im Kieler Nordhafen begann die Untersuchung der defekten Maschinenanlage. Taucher prüften außerdem den Propeller und das Ruderblatt der „Finnmaster", da eine Grundberührung zunächst nicht ausgeschlossen wurde. Sollte die Reparatur des vor acht Jahren in China gebauten Schiffes mehrere Tage dauern, ist ein Umladen der Container und Trailer auf ein Ersatzschiff geplant.

(JFlex Images v1.0 ©Ute Jacobi)
 
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