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Die Tanker zieht es ins Baltikum
Geschrieben von Frank Behling   

Kiel – Die Entwicklung auf dem Ölmarkt wirkt sich auch auf die Ostsee aus. Gesunkene Ölpreise und größere Umschlagszahlen in den Ostseehäfen beschäftigen die Tanker. Dies hat zur Folge, dass in den Verladehäfen im Ostseeraum größerer Andrang herrscht.
ASHLEY ASHLEY
RUBY RUBY
SEAHAKE SEAHAKE

Der Grund liegt in der Ausweitung der Öltransporte im Rahmen des Baltic Pipeline Systems. So werden über diese Leitungen inzwischen 1,3 Millionen Barrel Öl pro Tag aus Westsibirien zu den Verladehäfen ins Baltikum gepumpt. Insgesamt sollen allein 2006 rund 65 Millionen Tonnen Öl zwischen Klaipeda und St. Petersburg verladen und aus der Ostsee mit Schiffen herausgefahren werden.

Zu spüren bekommt diese Entwicklung auch der Nord-Ostsee-Kanal. So registrierte die Kieler Agentur UCA allein gestern Vormittag die Passage von vier größeren Öltankern, die allesamt unbeladen und mit großer Eile auf dem Weg ins Baltikum waren.

Den Anfang machte am frühen Morgen die italienische "IBLEA", ein drei Jahre alter Doppelhüllentanker mit einer Tragfähigkeit von 35000 Tonnen. Er soll heute im lettischen Verladehafen Ventspils eintreffen. Wenige Stunden später folgten die beiden 37000-Tonner "ASHLEY" und "RUBY". Die "ASHLEY" soll morgen in Muuga bei Tallinn, die "RUBY" einen Tag später in St. Petersburg an die "Zapfsäule".

Mit im Tankertreck war auch die "SEAHAKE" von der deutschen Reederei German Tanker. Der 2003 bei Lindenau gebaute 32000-Tonner soll ebenfalls ins Baltikum und dort Öl laden.

Bei der Kieler Maklerei UCA hat man aber auch noch einen weiteren Grund für den Andrang ausgemacht. "Die Wetterlage im Skagerrak ist nicht gerade angenehm", so Makler Peter Messer. Die vorhergesagten Stürme haben natürlich auch Auswirkungen auf die Zeitkalkulation für die Reise.

(JFlex Images v1.0 ©Ute Jacobi)
 
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