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Kollision im Kanal nach Maschinenausfall
Geschrieben von Frank Behling   


Behörden verhängten Auslaufverbot gegen die Havaristen.

Im Kieler Nordhafen endete am Sonnabend die Fahrt des russischen Frachters "Sormovskiy 45Der Bug von Sormovskiy 45 nach der kollision mit RIKA". Das Schiff war um 15.14 Uhr bei Kanalkilometer 10,5 nahe der Ausweichstelle Kudensee mit dem deutschen Frachter "Rika" kollidiert. Bei dem Zusammenprall wurde der Bug der "Sormovskiy 45" aufgerissen. Die "Rika" erlitt erhebliche Schäden an ihrer Steuerbordseite.

Ursache der Kollision ist nach ersten Erkenntnissen der Wassserschutzpolizei in Brunsbüttel ein Blackout an Bord der "Rika". Das 1978 in Hamburg gebaute Schiff lief nach dem Ausfall der Maschine aus dem Ruder und geriet dabei vor den Bug der aus Brunsbüttel entgegenkommenden "Sormovskiy 45". Sie konnte nicht mehr ausweichen und traf die "Rika" an der Steuerbordseite des Vorschiffs. In der Folge schrammte die "Sormovskiy 45" an der Steuerbordseite der "Rika" entlang und riss den Rumpf und Teile der Ladung an mehreren Stellen auf.
Während die "Rika" von Schleppern nach Brunsbüttel gebracht werden musste, konnte die angeschlagene "Sormovskiy 45" ihre Fahrt nach Kiel aus eigener Kraft fortsetzen.
Die Seeberufsgenossenschaft verhängte auf Grund der Schäden gegen die 110 Meter lange und 2478 BRZ große "Sormovskiy 45" sowie gegen die "Rika" Auslaufverbote.
Die "Sormovskiy 45" bleibt zumindest bis heute Mittag an ihrem Notliegeplatz.Die Risse und Löcher im Rumpf sind so umfangreich, dass vor der Weiterreise nach Kolding in Dänemark das Vorschiff repariert werden muss.
Die 80 Meter lange "Rika" (1925 BRZ) kann ihre Reise nach Wicklow in Irland auch nicht fortsetzen. Das in dem Karibikstaat Antigua & Barbuda registrierte Schiff hat ebenfalls schwere Schäden. Tiefe Löcher klaffen im Vorschiff und im Laderaum vor dem Brückenaufbau.

 
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