Kanal - Bilder
NOK Inhalt
Kieler Nachrichten
- Der Kanal ist zu gefährlich
- KING EDWARD legte Schleuse lahm
- Kanal peilt die 100 Millionen Tonnen an
- Die Entwicklung auf dem Ölmarkt
- Den Kanalfähren gehen die Seeleute aus
- Ein Renner bei den Lotsen
- Grösster Containerfrachter im Kanal
- Neue Brücke für Hochdonn
- Keine Millimeterarbeit
- TIMCA holt LKW von der Stasse
- Tanker zieht es ins Baltikum
- Aufschwung auf dem Kanal
- Ruf nach Reservetoren
- Gastanker gerammt
- Der Kanal zieht neue Linien an
- Tankstelle mit neuem Liegeplatz
- Kollision im Kanal
- Einschleicher auf Frachtschiff festgestellt
- Sperriges Schiff für sperrige Ladung
- Am Ufer werden Tiere gezählt
- Koreanischer Frachter mit Mängeln
- EE ENTERPRISE musste sich abholen lassen
- Brandalarm in der Schleuse
- Kreuzfahrer kontra Brücken
- AIDA zeigt wieder Flagge im Land
- Containerfrachter fuhr in Böschung
- Holzdalben haben im Kanal bald ausgedient
- Pötte auf dem Kanal immer größer
- Sietas feiert Jubiläum
- Kollision nach Maschinenausfall
- Verkehrschaos auf Kanal und B76
- In Brunsbüttel gibt es kein Frischwasser mehr
- Schleusentor gerammt
- Sietas Werft hat gut zu tun
- Der Kanal bricht alle Rekorde
- Sicher durch den Kanal
- 110 Nord Ostsee-Kanal-Passagen
| Neues Heim für Kreuzottern |
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Frank Behling 20.07.2009 Am Nord-Ostsee-Kanal hat der Bau von drei Freilandterrarien begonnen - 63 Tiere sollen umziehen. Kiel - Die Uferbereiche des Nord-Ostsee-Kanals bei Landwehr und Schinkel sind inzwischen Lebensräume für eine Vielzahl seltener Tiere. Besonders die unter Schutz stehenden Kreuzottern fühlen sich dort wohl. Doch bald müssen einige von ihnen umziehen.
Da bei der Begradigung der Kanalkurven auch die Uferbereiche betroffen sind, hat das für die Planung zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA) frühzeitig die Umwelt- und Naturschutzverbände und die Faunistisch-ökologische Arbeitsgemeinschaft ins Boot geholt. „Wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht und einen Weg gefunden“, sagt Bauingenieur Georg Lindner vom WSA. Das Verkehrsministerium bewilligte 130.000 Euro für den Schutz der 63 Kreuzottern, die Umweltschützer zuvor in dem betroffenen Uferbereich gezählt haben.
Im Frühjahr sollen die 63 Kreuzottern eingesammelt und in die Terrarien verlegt werden. „Vorher wollen wir aber sehen, ob die Vegetation in den Terrarien auch eine Übersiedlung erlaubt“, so Lindner. Besonders die Nahrungsquellen müssen stimmen. „Wir wollen die Tiere ja nicht mit weißen Mäusen füttern“, so der Bauingenieur. Die Terrarien werden nicht nur während der etwa dreijährigen Bauzeit als Quartier für die Tiere dienen. Nach dem für 2014 geplanten Abschluss der Kanalerweiterung soll die Uferböschung erst wieder vernünftig bewachsen, bevor die Kreuzottern zwischen Schinkel und Neuwittenbek wieder ausgesetzt werden können. Das kann durchaus noch einige Jahre dauern. Erst dann werden die Schlangen wieder eingesammelt und zurückgebracht. Danach rückt Jörg Raabe wieder an, um die drei Terrarien wieder zurückzubauen. |
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Der Startschuss der Arbeiten für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals fiel genau genommen am Montag bei Sehestedt. Jörg Raabe schickte einen Kilometer westlich der Fährstelle seinen Forstmulcher in den Einsatz. Mit einer rotierenden Stahltrommel voller Diamantzähne fräste das tonnenschwere Gerät oberhalb der Kanalböschung eine Schneise in die Landschaft. Aber keineswegs für die Schiffe, sondern für ganz besondere Anwohner des Kanals. Die Fläche westlich der vom Kanal geteilten Gemeinde soll ein neues Heim für Kreuzottern werden. Die Reptilien wohnen gegenwärtig noch am Kanalufer zwischen Königsförde und Neuwittenbek.
Jörg Raabe baut mit seinen Leuten bei Sehestedt und beim Obstcafé Warleberg drei „Freilandterrarien“. Diese werden mit einem 50 Zentimeter hohen Blechzaun umschlossen. Dieser Zaun soll den Kreuzottern den Ausbruch verhindern, gleichzeitig aber durch eine Aufschüttung von außen die Zuwanderung von Nahrungstieren ermöglichen. In den Terrarien werden auch gute Lebensbedingungen für die Tiere geschaffen. Dazu gehören Stubben-, Reisig- und Steinhaufen, erläutert Lindner.