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Erster Abschnitt der Hafenkaje Wik ist fertiggestellt
Kiel - Der Kanalverkehr boomt. Davon profitiert auch die Kieler Bunkerstation Bominflot in der Wik.
Gestern konnte die "Schiffstankstelle" einen frisch sanierten und erweiterten Liegeplatz in Betrieb nehmen
Holtenauer Schleuse (Wik)
Nach zehnmonatiger Bauzeit wurde damit der erste Teilabschnitt der mehr als 1000 Meter langen Kaimauer eingeweiht. Dieter Schnell, Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau, lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden und der Arbeitsgemeinschaft aus den Firmen F+Z und Hirdes. "Es ist immer gut, wenn man nichts von der Baustelle hört. Das ist ein Zeichen, dass alles läuft", sagte auch Jörg Rickfels, Geschäftsführer von F+Z.
Die Erneuerung der gesamten Kaikante zwischen Holtenauer Hochbrücke und der Schleuse war im Frühjahr begonnen worden und soll bis zum Spätsommer abgeschlossen sein. Bis dahin werden etwa zwölf Millionen Euro verbaut sein. Neben der Verwendung moderner Betonschürzen für die Kaikante dürfen sich die Holtenauer Bürger beim Blick Richtung Wik über mehr Farbe freuen. "Die Entscheidung, die Spundwand blau zu malen, hat sich bewährt, das sieht einfach besser aus", sagt Olaf Seifert vom Wasserund Schifffahrtsamt Lübeck. Das Lübecker Amt hilft den Kollegen aus Holtenau bei der Ausführung, da das WSA Lübeck in Kiel bereits seit Jahren beim Bau diverser Marineanlagen im Stützpunkt und Marinearsenal aktiv ist.
Nach den ersten 200 Metern Kaimauer ist jetzt noch bis Anfang Januar Ruhe. In der zweiten Kalenderwoche rückt dann aber die Ramme wieder an und wird mit dem Setzen der neuen Spundwand von der Bominflot bis zur Hochbrücke beginnen. Bei Bominflot sei man mit dem neuen Liegeplatz sehr zufrieden, sagt Rainer Kirschen. Durch die Bauarbeiten mussten viele Schiffe zum Teil umständliche Wendemanöver fahren, um mit ihren Tankanschlüssen für die Kraftstoffversorgung an die Übernahmestation zu kommen. Im Schnitt werden pro Tag dort zwei Schiffe betankt. Das Fassungsvermögen des Tanklagers beträgt 33 000 Kubikmeter. Bei der Planung der Sanierung war die Aufrechterhaltung des Tankbetriebs eine wichtige Auflage. Deshalb können die Rammarbeiten im westlichen Bereich auch erst beginnen, wenn am neuen Anleger das erste Schiff betankt wurde.
In die Endphase geht auch die Neugestaltung des Fähranlegers in der Wik. "Bis Ende Februar soll der Anleger dort auch fertig sein", sagt Dieter Schnell. Bis dahin wird die "Adler 1" weiter den Behelfsanleger bei der Schleuse noch anlaufen.
(JFlex Images v1.0 ©Ute Jacobi) |