Nord-Ostsee-Kanal Infos | Startseite arrow Urlaub am Kanal arrow Dicke Pötte bald zum Greifen nah
Dicke Pötte bald zum Greifen nah
Geschrieben von Frank Behling   
Mittwoch, 9. Januar 2008

Neue Besucherplattform kurz vor der Fertigstellung


Kiel - Die Landeshauptstadt bekommt wieder einen echten Aussichtspunkt für die Schleusenanlagen in Kiel-Holtenau. Fast vier Jahre nach der Einführung des Sicherheitscodes ISPS nähert sich auf der Südseite der Schleusenanlage die neue Besucherplattform der Fertigstellung. Die alte Plattform war 2004 aus Sicherheitsgründen gesperrt worden.

Behelfs-Aussichtsplattform in der Wik Behelfs-Aussichtsplattform in der Wik Die gute Nachricht: Die Besucherplattform liegt noch exponierter als die alte, die am 1. Juli 2004 aufgrund der Anforderungen des international gültigen ISPS-Sicherheitscodes geschlossen werden musste. Als Ausweichplatz gab es einen notdürftig in die Böschung geschlagenen Balkon zwischen Kanalfähre und Zollamt. Besucher, die einen Blick in die Schleusenanlagen werfen wollten, konnten dies nur in Gruppen von der Pförtnerei in Holtenau aus.

Von dort starteten bis zu dreimal täglich geführte Rundgänge, die auch einen Abstecher auf den nördlichen Torbunker machten.

Rechtzeitig zu Ostern soll es nun nach fast vierjähriger Pause auch wieder einen individuellen Zugang zu einer Besucherterrasse auf der Wiker Seite geben.

Im Herbst hatten Arbeiter mit dem Umbau der Fläche auf der Bunkerdecke über dem Schleusentor Nummer 4 begonnen. Die Plattform mit Schautafeln, Sitzbank und einem überdachten Häuschen ist bereits fertig. In den nächsten Wochen soll der Bau der Treppe zu dem Aussichtspunkt in Angriff genommen werden.

Diese Arbeiten seien jedoch vom Wetter abhängig, da der Boden für die Betonarbeiten unbedingt frostfrei sein müsse, sagte Lutz Peers vom Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau. Die neue Plattform soll zukünftig komplett außerhalb des Sicherheitsbereichs der Schleusen liegen und über einen separaten Zugang erreichbar sein. Die alte Plattform vor dem UCA-Gebäude lag dagegen mitten in dem ISPS-Bereich, weshalb ihr Zugang am 1. Juli 2004 auch sofort gesperrt wurde. Durch die Anlage auf der erhöhten Bunkerdecke sei von der neuen Plattform ein ungehinderter Blick in den Schleusenbetrieb genauso möglich wie ein Ausblick über den Binnenhafen und den Kanal mit den Holtenauer Hochbrücken. „Das ist weitaus besser, als es früher der Fall war", sagt Peers.

Zäune behindern die Blicke nur an einigen Stellen. Ermöglicht wurde dies, da die zwei Meter hohen ISPS-Schutzzäune unterhalb der Plattform an den Flanken des Bunkers angeordnet wurden, so dass Besucher von oben freien Blick in die Schleusenanlagen haben. Aufgestellt wurden neben dem Wetterschutzhäuschen auch schon Infotafeln mit Daten über den Kanal und die Schleusen. Auch die Einrichtung eines Bistros oder eines Kiosks sei sei auf der Plattform denkbar, heißt es. Zunächst habe jedoch die Eröffnung Priorität, da die Schleusen in Holtenau zu den wichtigsten touristischen Attraktionen in Kiel gehören.

Wenn die Plattform eingeweiht worden ist, können auch die Beschriftungen auf den Verkehrsschildern in der Wik freigemacht werden. Die Hinweise auf den Aussichtspunkt waren nach der Einführung des ISPS-Codes überklebt worden.

Nachtrag: Die Neue Aussichtsplattform ist jetzt zugänglich und noch kostenlos.
Der Zugang befindet sich direkt neben dem Eingang zur neuen Schleuse.

(JFlex Images v1.0 ©Ute Jacobi)
 
< zurück   weiter >