Hochwasser im Kanal

09.09.2011 07:37 von Frank Behling (Kommentare: 0)

Erneute Sperrung des Nord-Ostsee-Kanals

Ein erster Versuch der Entwässerung hatte am Donnerstagabend nur eine leichte Entspannung bei den Pegelständen gebracht. Durch die Sperrung lagen am Freitagmorgen etwa ein Dutzend Schiffe auf beiden Seiten der Schleusen fest. Darunter befindet sich auch die Fregatte „Emden“ der Deutschen Marine, die vor den Schleusen im Kanal festgemacht hat. Das Schiff hatte in der Nacht den Kanal auf dem Rückweg von einer Übung in der Ostsee passiert und sollte am Vormittag eigentlich in Wilhelmshaven einlaufen.
Für die Entwässerung des Kanals können im Moment nur die Zeiten genutzt werden, in denen auf der Elbe Niedrigwasser ist. In Kiel-Holtenau können die Schleusen derzeit nicht zur Entwässerung eingesetzt werden, da der Wasserstand der Ostsee höher als im Kanal ist. Wenn die Pegel weiter steigen, droht die Überschwemmung ganzer Landstriche zwischen Rendsburg und Brunsbüttel. Das geschah zuletzt 1958, als nach tagelangen Regenfällen der Kanal überlief und fast 1500 Quadratkilometer Land überflutet wurden.

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